Rauchkuchl im Heimatmuseum Gererhof
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Denkmalhof und Heimatmuseum Gererhof

Einblicke in das ländliche Leben im Lammertal aus vier Jahrhunderten

Heimatmuseum Gererhof: Der 400 Jahre alte, denkmalgeschützte Bauernhof, gewährt authentische Einblicke in das ländliche Leben, wie es im 17. Jahrhundert im oberen Lammertal üblich war. Bereits von außen wirkt der Gererhof wie ein uriges Schmuckkasterl aus längst vergangenen Tagen. Im Inneren birgt der Hof neben Räumlichkeiten im Originalzustand eine Dauerausstellung "Vom Flachs zum Leinen", sowie altes Handwerk, aber auch alte Trachten und eine noch intakte Rauchkuchl.

400 Jahre Bauerntradition

Beeindruckendes Gebäude, spannendes Innenleben

Der Gererhof, ein "herrschaftlicher" Hof (c)Bernhard Ponemayr
Die bearbeiteten Tür- und Fensterfassungen haben Seltenheitswert (c)Bernhard Ponemayr
Die Holztramdecke in der gemütlichen Bauernstube (c)Bernhard Ponemayr
Aufgrund seiner Architektur und durch die teilweise noch historische Originaleinrichtung, gilt der Gererhof als Gesamtkunstwerk. Seine "herrschaftliche" Bauweise zeichnet sich durch die Verwendung kostbarer Materialen aus. Die Fenster- und Haustüröffnungen sind an der Außenfassade mit bearbeiteten Tuffsteinlaibungen eingefasst und ebenso die Türstöcke im Mittelflurhaus. Das Erdgeschoß ist mit Kreuzgrattechnik gewölbt und die Bauernstube mit einer Holztramdecke ausgestattet.

400 Jahre gelebtes Handwerk

Darstellung alter Handwerkskunst im Denkmalhof

Altes Werkzeug wird im Heimatmuseum Gererhof ausgestellt (c)Bernhard Ponemayr
Der Girschtenzaun wurde früher im Lammertal hergestellt (c)Bernhard Ponemayr
Das Schindel-Legdach wird wieder erneuert (c)Bernhard Ponemayr
Der Bauer musste früher bestrebt sein, alles selbst herzustellen und zu reparieren. Dafür gab es einen eigenen Raum, die "Machlkammer". Sie war die Werkstätte des Bauern. Für Arbeiten, welche er selbst nicht erledigen konnte, kam der "Störhandwerker" auf den Hof.
Die Erhaltung alter Handwerkstechniken, wie das Setzen eines Girschtenzaunes oder das Decken des Hauses mit "Legeschindeln" gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Heimatmuseums.
Die Rauchkuchl war früher der zentrale Ort im Haus ©TVB Annaberg-Lungötz

Einladung in die originale Rauchkuchl

Der zentrale Ort im Haus

Ein besonderer Höhepunkt bildet die im original erhaltene Rauchkuchl aus dem Jahr 1609. Dieser Raum veranschaulicht mit seiner einzigartigen Atmosphäre die damaligen Wohn- und Lebensverhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung in den letzten vier Jahrhunderten.

Die Rauchkuchl, durch das Feuer erwärmt, war früher der zentrale Ort des Hauses. Ob kochen, backen, selchen oder waschen – alles spielte sich hier ab. Für die heutigen Verhältnisse kaum noch vorstellbar. Auch heute noch werden zu bestimmten Anlässen in der Rauchkuchl Krapfen nach Originalrezepten gebacken.
Frische Krapfen, gebacken über dem offenen Feuer ©TVB Annaberg-Lungötz
Michi Promberger
Rezept "Blattlkrapfen"
Zutaten:
  • 400 g Roggenmehl
  • 200 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • Butterschmalz zum Herausbacken

Zubereitung:
  • Mehl salzen, mit heißer Milch übergießen, zu einem festen, elastischen Teig rühren und eine Stunde rasten lassen
  • Anschließend den Teig zu dünnen Fladen ausrollen und in Butterschmalz ausbacken
  • Sobald sich der Teig aufbläht, mit einer Zange wenden und weiterbacken. Wenn die Krapfen auf beiden Seiten goldgelb sind, aus dem Schmalz nehmen und abtropfen
  • Die Krapfen in eine Schüssel geben und mit Sauerkraut servieren
Hinter jedem dieser schönen Gewänder verbirgt sich eine persönliche Geschichte (c)Bernhard Ponemayr

Bauernmöbel, Webstube, alte Tracht

Arbeiten und Feiern im Lammertal

  • Die Bewohner des oberen Lammertals (besiedelt ab dem 12. Jahrhundert), konnten von Landwirtschaft und Holzarbeit nur ein sehr bescheidenes Leben fristen. Die Möbel sind daher entsprechend einfach, Schränke und Truhen im Vergleich zu anderen Gegenden nicht kostbar, aber unersetzlich.
  • Die Dauerausstellung "Vom Flachs zum Leinen" demonstriert praxisnah die äußerst arbeitsintensive Leinenherstellung anhand aller vorhandenen Geräte für die Flachsverarbeitung bis hin zum Webstuhl.
  • Obwohl mit Geld äußerst sparsam umgegangen werden musste, leistete man sich schöne Stoffe und verarbeitete diese aufwendig. Da Trachten nur an Festtagen getragen wurden, können die teilweise sehr kostbaren Gewänder gut erhalten gezeigt werden.
Die Kumpfsammlung im Gererhof ©TVB Annaberg-Lungötz

Die Kümpfe des Künstlers

Originelle Sammlung im Gererhof

Der gebürtige Annaberger Künstler Prof. Gottfried Kumpf hat dem Denkmalhof Gererhof seine Kümpfe-Sammlung geschenkt. Die umfangreiche Sammlung kann ebenfalls in Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Doch was ist ein Kumpf eigentlich?
Früher wurde das Gras oder Getreide mit der Sense bzw. der Sichel gemäht werden. Zum regelmäßigen Nachschärfen der Schneidegeräte, "Wetzen" genannt, benötigte der Schnitter einen Wetzstein. Und dieser Stein steckte im Kumpf, einem Köcher, den der Mäher an einen Gürtel gehängt, mitgeführt hat. Um das Wetzen zu erleichtern, wurde der Stein nass gehalten, daher wurde der Kumpf mit Wasser gefüllt. Damit Wetzstein und Wasser in der Bewegung nicht hinausfällt bzw. ausläuft, wurde der Kumpf oben mit Gras oder Stroh zugestopft.


Öffnungszeiten und Eintrittspreise

PersonenPreis
Erwachsene 3,50 €
Erwachsene mit TennengauPlusCard 2,50 €
Kinder 1,50 €
Kinder mit TennengauPlusCard gratis
Gruppen und Ermäßigungen 2,50 €
Führung durch die Sammlung 2,00 €
Öffnungszeiten:
Jeden Mittwoch Mitte Mai bis Ende September
zwischen 15.00 und 16.00 Uhr.
Ansonsten: geöffnet und frei zugänglich nach Absprache.
Ab 5 Personen werden Führungen gerne entgegengenommen.
Anfragen bitte direkt unter 0664 1281241bei der Kustodin.
Die Hagenmühle am Rauenbach ©TVB Annaberg-Lungötz

Die Hagenmühle am Rauenbach

Kleinod aus dem 17. Jhd.

Nur etwa 15 Minuten vom Museum entfernt befindet sich eine alte, noch funktionstüchtige Getreidemühle aus dem 17. Jhdt. (Gutes Schuhwerk erforderlich).
Einst baute sich jeder Bauer in der Gegend sein eigenes Getreide an, gemahlen wurde dann meist in Gemeinschafts- mühlen. Als später kein Getreide mehr angebaut wurde, verfielen die Mühlen, einzig die Hagenmühle wurde 1985 saniert und wieder betriebsfähig gemacht.

Das Zermahlen des Getreides erfolgt über zwei Mühlsteine - der unten liegende Stein, der "Legerer", ist unbeweglich, der obere Stein, der "Läufer", dreht sich. Der Antrieb erfolgt durch das große Wasserrad. Das Trennen von Mehl und Kleie geschieht mit dem „Mühlbeutel“ durch Schütteln und Rütteln. Fast alle Bestandteile der Mühle sind aus Holz, deshalb heißt es auch so passend im Lied: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach…“

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